Mudras

Mudras sind Handpositionen, die helfen die Energien in Körper und Geist in die richtige Richtung zu lenken, und haben gesundheitsfördernde Wirkungen. Aus dem Sanskrit übersetzt bedeutet mud „glücklich sein“ und ra „geben“. Konkret lautet die Übersetzung für Mudra „das, was Freude bringt“.

Mudras finden nicht nur im Yoga, sondern auch in vielen Religionen Anwendung. Z. B. nehmen Christen als Gebetshaltung die Hände vor der Brust zusammen. Dieses Mudra ist das Atmanjali-Mudra. Es hilft, sich selbst zu sammeln und dadurch einen Zustand der Ausgeglichenheit, Ruhe und des Friedens zu erlangen.

Die typische Meditationshaltung ist das Dhyani Mudra. Dafür legst du die linke in die rechte Hand, sodass sich die Spitzen der Daumen berühren. Dieses Mudra hilft bei Stress, Nervosität und Ängsten.

Das tolle an Mudras ist, dass sie von fast jedem ausgeführt werden können. Selbst wenn eine Person nur noch im Bett liegen kann, kann diese mit Hilfe von Mudras Yoga praktizieren. Viele unter uns werden älter, ohne sich je wirklich mit sich selbst auseinandergesetzt zu haben. Sind diese Personen sich nun selbst – aufgrund von Alter und Krankheit – „ausgeliefert“, können sich nicht mehr ablenken und sind dadurch gezwungen sich mit dem eigenen Selbst (Gedanken, Gefühle, Emotionen) auseinander zu setzen, kann das eine große Herausforderung darstellen. Handyoga (Mudras) können hier als Unterstützung eingesetzt werden. Aber nicht nur für ältere oder bettlägerige Personen eignen sich Mudras. Auch in der „gewöhnlichen“ Yogapraxis können sie angewendet und es kann von ihren positiven Wirkungen profitiert werden. Im Alltag können sie ohne viel Zeitaufwand eingebunden werden. Ob zu Hause, im Büro oder auf dem Weg zur Haltestelle. Vielleicht kommt dir auch folgende Situation bekannt vor. Du liegst mit einer Grippe im Bett, weißt, du solltest während dessen kein Sport treiben – oder eine andere aktive Tätigkeit ausüben, die dir sonst als Ausgleich dient –, aber dir fällt mit jedem Tag ein Stückchen mehr deiner Zimmerdecke auf den Kopf. Auch hier können Mudras helfen!

Es heißt, dass Mudras eine stärkere Wirkung in uns auslösen als typische Yogastellungen und Atemübungen.

Im Yoga versteht man unter Krankheit eine Disharmonie des Energieflusses im Körper, welche sich in Form von Blockaden bemerkbar machen kann. Nur wenn Yin und Yang in einem im Gleichgewicht sind, ist der Mensch gesund. Die Energiebahnen (Meridiane) haben ihre Anfangs- oder Endpunkte in den Fingern. Jeder Finger ist einem Element zugeordnet. Der Daumen steht für Feuer, der Zeigefinger für Luft, der Mittelfinger für Äther, der Ringfinger für Erde und der kleine Finger für Wasser. Durch die unterschiedlichen Handhaltungen können die Elemente beeinflusst werden. Auch deine Energiezentren (Chakren) kannst du mit Mudras stärken bzw. Blockaden in diesen lösen.

Meine Lieblings Mudras derzeit sind:

Agni Mudra

Dieses Mudra gibt dir Kraft und Lebensfreude. Es hilft, Umwandlungsprozesse in Gang zu bringen und bringt Stoffwechsel und Verdauung in Gang.

Beuge dafür den Ringfinger, lege den Daumen auf das mittlere Fingerglied und drücke sanft darauf.

Gyan Mudra

Dieses Mudra wirkt ausgleichend auf das Nervensystem, vernetzt neue Bereiche des Gehirns miteinander und verändert die Beziehung zu dir Selbst auf eine positive Art und Weise. Außerdem hilft es bei Schlafstörungen und Bluthochdruck.

Lege Daumen und Zeigefinger aufeinander und konzentriere dich auf den Pulsschlag in den Daumenspitzen.

Prithivi Mudra

Dieses Mudra hilft dich mit der Erde zu verbinden. Es verleiht dir innere Sicherheit und ein Gefühl der Stabilität, mit beiden Beinen fest im Leben zu stehen. Auch ein Geheimtipp bei unreiner Haut!

Lege die Spitzen der Daumen und Ringfinger locker aufeinander, die Handflächen zeigen nach oben. Konzentriere dich während dessen auf dein Wurzelchakra (zwischen Anus und Genitalien). Dieses Mudra ist auch super geeignet, es beim Spazieren gehen zu halten.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das:
search previous next tag category expand menu location phone mail time cart zoom edit close